5.2.2015 – SCHNEEWARNUNG FÜR SÜDEN ÖSTERREICHS – SLOWENIEN SPERRT GRENZE FÜR LKW

4.2.2015 Graz (OTS). Ab Donnerstagmittag hat der Winter den Süden Österreichs laut Prognosen wieder fest im Griff. Zum Teil sollen die Neuschneemengen innerhalb von 24 Stunden bis zu 70 Zentimeter betragen.

Hotspot ist dabei der Bereich der Pack zwischen Kärnten und der Steiermark. Die Vorbereitungen der ASFINAG laufen daher bereits auf Hochtouren, alle Mitarbeiter und Räumfahrzeuge sind klarerweise einsatzbereit. Aus Oberösterreich rollt für den Freitag, an dem die meisten Neuschneemengen erwartet werden, Verstärkung in Form von Schneepflügen und Mitarbeitern an.

Für die A 2 Süd Autobahn zwischen Lieboch und Mooskirchen können bereits Freitagfrüh in Absprache mit der Autobahnpolizei Pannenstreifen und erste Fahrspur zum Kettenanlegeplatz für Lkw umfunktioniert werden. Speziell geräumt wird auch die Raststation Kaiserwald, damit Lkw-Lenker, welche die starken Schneefälle abwarten wollen, dort ausreichend Platz vorfinden.

Sollten dennoch Schwerfahrzeuge ohne Ketten unterwegs sein und hängenbleiben, sind sowohl in Kärnten als auch in der Steiermark an allen neuralgischen Stellen von der ASFINAG beauftragte private Abschleppdienste in Alarmbereitschaft. Damit soll sichergestellt werden, dass hängengebliebene Lkw rasch wieder flott gemacht werden können und die Autobahn nicht „sperren“.

Grenzsperre ab Donnerstag 5 Uhr früh, Ableitung bei Vogau/Straß

Das Mittelmeertief, das derart große Schneemengen bringt, erreicht Oberitalien und Slowenien bereits morgen, Donnerstag, mit voller Wucht. Slowenien hat daher bereits am Mittwoch ein generelles Fahrverbot für Lkw mit Anhänger und Sattelzugmaschinen ab Donnerstag früh 5 Uhr verhängt.

Dieses Fahrverbot soll bis Freitagabend aufrecht bleiben. Die ASFINAG wird betroffene Schwerfahrzeuge daher auf der A 9 Pyhrn Autobahn bei Vogau/Straß auf den ehemaligen Zollamtsplatz ableiten. „Dort haben wir Platz für etwa 300 Lkw“, sagt ASFINAG-Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas.

Gleiches gilt für Kärnten: Lkw können auf der A 11 Karawanken Autobahn kurz vor dem Tunnel beziehungsweise bei Rosegg abwarten. Sollte auch Italien die Grenze für den Schwerverkehr dicht machen, stehen Stellplätze bei Arnoldstein zur Verfügung. „Zusätzlich bereiten wir uns darauf vor, Lkw in diesem Fall bereits in Salzburg bei Flachau auf der A 10 anhalten zu können“, so Maier-Farkas.

Nur gemeinsam sicher durch den Winter

Von Seiten der ASFINAG sind alle verfügbaren Kräfte im Einsatz, die Schneeräumung funktioniert aber nur gemeinsam mit allen Verkehrsteilnehmern. Nur ein einziges Fahrzeug, das mangels passender Ausrüstung hängenbleibt, blockiert nicht nur alle anderen Pkw und Lkw, sondern auch die Schneepflüge der ASFINAG. Und damit ist die Schneeräumung für einen größeren Abschnitt unmöglich, bis dieses Fahrzeug entfernt werden konnte. Die ASFINAG appelliert zudem an alle Verkehrsteilnehmer, die Fahrweise an die winterlichen Verhältnisse anzupassen. Maier-Farkas: „Mehr Abstand, weniger Tempo und vor der Fahrt sicherstellen, dass das Auto winterfit ist.“

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