BMW Motorsport News – Ausgabe 26/14

28.7.2014. 24h Spa-Francorchamps: Dramatisches Herzschlagfinale in den Ardennen.
Sechs Safety-Car-Phasen, eine 60 minütige Unterbrechung und ein Thriller zum Schluss: Die BMW Fahrer und Teams haben bei der 66. Auflage des 24-Stunden-Klassikers auf dem „Circuit de Spa-Francorchamps“ (BE) ein turbulentes und am Ende nervenaufreibendes Rennen erlebt.

Nach 527 Runden kamen Dirk Werner (DE), Lucas Luhr (DE) und Markus Palttala (FI) im BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 77 mit nur 7,077 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Audi als Zweite in Ziel. Bis 15 Minuten vor Ende hatte Werner, der den Schluss-Stint gefahren war, noch geführt. Als zweitbestes BMW Team gelang der Ecurie Ecosse der Sprung in die Top-10. Alexander Sims, Oliver Bryant, Andrew Smith und Alasdair McCaig (alle GB) wurden nach einer starken fahrerischen Leistung am Ende mit einem hervorragenden siebten Gesamtplatz belohnt, der gleichbedeutend war mit Rang zwei im Pro-Am Cup, in dem sie angetreten waren.

Drei Fragen an… Dirk Werner.

Ein dramatischer 24-Stunden-Klassiker mit sechs Safety-Car-Phasen und einer Rennunterbrechung ist zu Ende. Wie haben Sie als Fahrer diesen nervenaufreibenden Marathon in den Ardennen erlebt?

Dirk Werner: „Das besondere an den 24 Stunden von Spa ist, dass unheimlich viele Fahrzeuge auf der Strecke sind. Es ist extrem schwierig, den Verkehr gut zu meistern und unbeschadet durch das Rennen zu kommen. Gerade in den Nachtstunden ist das Risiko immer besonders groß, in einen Crash verwickelt zu werden. Aber wir haben uns aus allen kleineren und größeren Scharmützeln herausgehalten. Das war sicher mit einer der Gründe, warum wir am Ende einen Podestplatz feiern konnten. Das Team war perfekt auf dieses Wochenende vorbereitet auf. Wir haben keine Fehler gemacht. Marc VDS und BMW haben diesen zweiten Platz mehr als verdient, aber auch ein Sieg wäre durchaus gerechtfertigt gewesen.“

Sie sind den Schluss-Stint gefahren und mussten ein wenig taktieren, um eine Chance auf den Gesamtsieg zu haben. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie mitbekommen haben, dass die Konkurrenz immer weiter aufholt?

Werner: „Es macht unheimlich viel Spaß, den Schluss-Stint zu fahren. Du kannst alles gewinnen und alles verlieren. Ich habe alles versucht, um keinen Fehler zu machen, das bestmögliche aus dem Auto herauszuholen und keine Zeit liegenzulassen. Andererseits war mir klar, dass mein Konkurrent mit Siebenmeilenstiefeln aufholt. Dann überlegt man sich schon, an welchen Stellen er wohl versuchen wird, zum entscheidenden Überholmanöver anzusetzen, und wie man den Angriff abwehren kann. Das ist bei dem hohen Tempo, das unsere Autos haben, natürlich äußerst schwierig. Schließlich musst du dich gleichzeitig auch noch auf die vor dir liegende Strecke und den Verkehr konzentrieren. Ich habe alles versucht, den Audi hinter mir zu halten. Er hat alles probiert, vorbeizukommen. Dieses Mal habe ich den Kürzeren gezogen. Klar war ich daher in den letzten fünf Runden enttäuscht. Trotzdem musst du weiter pushen, schließlich kann sich in den verbleibenden zehn Minuten das Rennen noch einmal komplett drehen. Am Ende bin ich glücklich über den zweiten Platz.“

Ihre Frau und Ihre beiden Kinder sind in Spa. Wie feiern Sie den zweiten Platz bei diesem prestigeträchtigen Rennen heute noch?

Werner: „So kurz nach dem Rennen weiß ich das ehrlich gesagt noch gar nicht. Aber es wird sich sicher eine Möglichkeit finden. Ich kann nicht mal sagen, ob eine Feier geplant ist. Für mein Team von Marc VDS ist es schon etwas Besonderes, hier in Spa auf dem Podium zu stehen. Schließlich ist es das Heimrennen. Der zweite Platz ist das bisher beste Ergebnis für Marc VDS in Spa. Ich bin sicher, dass die Mannschaft um Teamchef Bas Leinders das gebührend feiern wird. Ich bin jetzt drei Mal in Spa gefahren, einmal Dritter und zwei Mal Zweiter geworden. Jetzt fehlt mir hier nur noch ein Sieg.“

DTM: Rückkehr an die Nordsee – Zandvoort ersetzt Rennen in China.
Der neunte DTM-Lauf der Saison wird vom 27. bis 28. September in Zandvoort (NL) ausgetragen. Das ursprünglich für diesen Termin geplante Rennen in Guangzhou (CN) musste abgesagt werden. Im vergangenen Jahr hat sich der „Circuit Park Zandvoort“ mit seinen tückischen Hügeln, Kuppen und Bodenwellen, die eine Runde auf der Strecke zur Achterbahnfahrt werden lassen, als gutes Pflaster für BMW Motorsport erwiesen. Zunächst konnte Marco Wittmann (DE) auf dem 4,307 Kilometer langen Kurs im Ice-Watch BMW M3 DTM die erste Poleposition seiner DTM-Karriere feiern. Im anschließenden Rennen sorgte Augusto Farfus (BR) dafür, dass zum 50. Mal in der DTM-Geschichte ein BMW M3 triumphierte. Seit 2001 ist die Strecke an der Nordsee Bestandteil des DTM-Kalenders. In diesem Jahr tritt BMW Motorsport erstmals mit dem neuen BMW M4 DTM im „Circuit Park Zandvoort“ an.

USCC: Platz sechs und sieben beim Brickyard Grand Prix für das BMW Team RLL.
Trotz guter Leistungen verpasste das BMW Team RLL beim siebten Lauf der United SportsCar Championship (USCC) mit beiden BMW Z4 GTLM das Podium. Nach 105 Runden beendeten Andy Priaulx (GB) und Bill Auberlen (US) das Rennen auf dem Indianapolis Motor Speedway (US) auf dem sechsten, John Edwards (US) und Dirk Müller (DE) auf dem siebten Platz in der GTLM-Klasse. In der GTD-Klasse erlebte Turner Motorsport mit seinem BMW Z4 GTD ein unglückliches Rennen. Dane Cameron (US) und Paul Dalla Lana (CA) hatten viel Pech und kamen nicht über den 15. Rang hinaus.

CTSCC: BMW Fahrer kehren in Indianapolis aufs Podium zurück.
Im Rennen der Continental Tire Sports Car Challenge (CTSCC) auf dem Indianapolis Motor Speedway (US) haben es in beiden Klassen BMW Fahrzeuge aufs Podium geschafft. Trent Hindman (US) hat mit dem zweiten Platz in der Grand-Sport-Klasse seine Führung in der Fahrerwertung gefestigt. Er war an der Seite von John Edwards (US) im BMW M3 mit der Startnummer 46 des Teams Fall-Line Motorsports aus der ersten Reihe gestartet. Nach 86 Runden hatten die beiden 3,494 Sekunden Rückstand auf die Sieger Robin Liddell (GB) und Andrew Davis (US) in ihrem Camaro. Die Teamkollegen von Hindman und Edwards, Shelby Blackstock (US) und Joey Atterbury (US), wurden im #48 BMW M3 Dritte. Für Turner Motorsport kamen Tom Kimber-Smith (US) und Michael Marsal (US) im BMW M3 mit der Nummer 97 auf Rang sieben. In der Street-Tuner-Klasse fuhren Jeff Mosing (US) und Eric Foss (US) im #56 BMW 328i von Murillo Racing auf Platz drei. Damit waren sie die bestplatzierten der neun BMW Starter in der ST-Klasse. Foss liegt weiterhin an der Spitze der Fahrerwertung.

GT4 European Series: Dritter Saisonsieg für das Racing Team Holland.
Am dritten Rennwochenende der GT4 European Series auf dem „Circuit de Spa-Francorchamps“ hat das Racing Team Holland by Ekris Motorsport den dritten Saisonerfolg gefeiert. Im ersten Lauf überquerten Ricardo van der Ende (NL) und Bernhard van Oranje (NL) nach 19 Runden im BMW M3 GT4 als Sieger die Ziellinie. Ihre Teamkollegen Pieter van Oranje (NL) und Simon Knap (NL) wurden Vierte. Im zweiten Lauf dagegen musste sich das Racing Team Holland by Ekris Motorsport mit den Plätzen neun und 14 zufrieden geben. André Grammatico (FR) dagegen gelang ein perfektes Wochenende. Der Fahrer vom Team BMW Espace Bienvenue feierte in der Pro-Am-Klasse die Saisonsiege zwei und drei. Rob Severs (NL) und Liesette Braams (NL), die in der gleichen Klasse starteten, kamen im ersten Lauf auf Position fünf, im zweiten auf Rang drei ins Ziel.

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