SEAT rüstet sich für zweite Pandemie-Welle

14.8.2020. Der SEAT Vorstand hat einen Präventionsplan genehmigt, um allen Mitarbeitern eine sichere Rückkehr nach dem Sommerurlaub zu garantieren. Damit möchte der spanische Automobilhersteller die Gesundheit der Mitarbeiter im Falle einer zweiten Welle der COVID-19-Pandemie ab September schützen.

SEAT will hierfür seinen mehr als 15.000 Beschäftigten in der letzten Augustwoche kostenlose PCR-Tests auf das Virus SARS-CoV-2 anbieten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Mitarbeitern, die am Montageband tätig sind, Zeitarbeitskräften und Zulieferern.

Ebenso werden wie bei der im April durchgeführten Testreihe vom Gesundheitsministerium und der katalanischen Regierung akkreditierte Labore mit der Testauswertung betraut. SEAT plant, mehr als 90 Prozent der fast 8.600 Arbeitskräfte dieser Gruppe in der Woche vor ihrer Rückkehr aus dem Sommerurlaub am 31. August zu testen.

Die restlichen Mitarbeiter, die nicht in der Autofertigung beschäftigt sind, werden erst getestet, wenn sie an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sind. In einer Mitarbeiterbefragung, an der mehr als 5.000 Beschäftigte teilnahmen, bekräftigten 77 Prozent ihre Bereitschaft, einen neuen PCR-Test zu machen – und zwar auch vor dem Ende ihres Urlaubs.

Mehrzahl der Mitarbeiter ist den Gesundheitsangeboten gegenüber aufgeschlossen

Außerdem bietet SEAT seinen Beschäftigten jedes Jahr die Gelegenheit, kostenlos eine Grippeimpfung am Firmensitz des Unternehmens in Anspruch zu nehmen. Dieses Mal beginnt die Impfkampagne im September, einige Wochen früher als in den vergangenen Jahren, da jüngste Studien gezeigt haben, dass manche Verbindungen des Impfstoffs auch die Symptome einer COVID-19-Erkrankung effektiv bekämpfen. Fast die Hälfte der Teilnehmer in der Mitarbeiterbefragung stand einer Grippeimpfung positiv gegenüber.

Der SEAT Vorstand für Personal und Organisation, Xavier Ros, erklärte: „SEAT übernimmt eine große Verantwortung gegenüber seiner Belegschaft und räumt dem Gesundheitsschutz oberste Priorität ein. Mit der neuen Runde an PCR-Tests und den Impfmaßnahmen werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um mehr als 15.000 Menschen zu schützen und die Gesundheitsbehörden bei der Eindämmung der Pandemie zu unterstützen.“

Darüber hinaus wird SEAT das neu eingeführte Gesundheitsprotokoll beibehalten, das bis jetzt eine Ausbreitung der Infektion in den Werken verhindern konnte. Zu den in diesem Protokoll vorgesehenen Maßnahmen gehören beispielsweise die Ausgabe von Gesichtsmasken, die während der Arbeit aufgesetzt werden sollen, die Anpassung der Arbeitsstationen zur Einhaltung des Sicherheitsabstands von anderthalb Metern und das Messen der Körpertemperatur aller Mitarbeiter beim Betreten des Betriebsgeländes.

Darüber hinaus stehen den Mitarbeitern Desinfektionsgel und eine App zur Selbsteinschätzung ihrer Gesundheit zur Verfügung, mit der sie prüfen können, ob sie COVID-19-typische Symptome aufweisen. Falls die Mitarbeiter Symptome feststellen, können sie diese direkt dem Gesundheitsamt melden. SEAT hat zudem Informationsmaterialien zu diesen Maßnahmen ausgegeben und überprüft in regelmäßigen Abständen deren ordnungsgemäße Einhaltung an allen Arbeitsstationen.

Sichere Rückkehr zum Arbeitsplatz

Am 27. April begann SEAT mit der schrittweisen Wiederaufnahme des Betriebs. Dabei wurde sichergestellt, dass alle erforderlichen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz umgesetzt werden. Mittlerweile ist es dem Unternehmen gelungen, seine Produktion in den drei Werken in Martorell, Barcelona und in El Prat de Llobregat fast auf dasselbe Niveau wie vor der Gesundheitskrise hochzufahren.

„Wir sind stolz, dass wir in den annähernd drei Monaten keine einzige COVID-19-Infektion in unseren Werken zu verzeichnen hatten. Als wir im April bei unseren PCR-Tests positive Fälle identifizierten, begann unser medizinischer Dienst mit der Kontaktnachverfolgung und konnte in weniger als 24 Stunden eine Ausbreitung der Pandemie unter unseren Beschäftigten verhindern. Ohne besondere Anstrengungen, Anpassungsfähigkeit und auch ohne Solidarität wäre das nicht gelungen“, sagte Dr. Patricia Such, die bei SEAT für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zuständig ist.

Mithilfe einer Mitarbeiterumfrage zu den geplanten Reisezielen für den Sommerurlaub konnte zudem das Infektionsrisiko eingeschätzt werden. Von den 5.000 Freiwilligen, die an der Befragung teilnahmen, gaben 43 Prozent an, Aktivitäten zu planen, die als mittleres bzw. mittelhohes Risiko gelten, wie zum Beispiel der Besuch kultureller Veranstaltungen oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Engagement für die Gesundheit

In den letzten Jahren hat SEAT sich konsequent für den Gesundheitsschutz eingesetzt. 2017 beispielsweise wurde CARS gegründet: ein Gesundheits-, Präventions- und Rehabilitationszentrum, das pro Jahr im Schnitt mehr als 50.000 Beratungen durchführt. Die 15.000 Beschäftigten von SEAT und anderen Unternehmen des Volkswagen Konzerns in Spanien finden hier eine Anlaufstelle für alle Probleme rund um Gesundheit und Wohlergehen.

Zusammen mit der Eröffnung von CARS gründete SEAT das SEAT Wissenschaftskomitee „Gesundes Unternehmen“, in dem Experten aus verschiedenen Gesundheitsorganisationen vertreten sind; darunter beispielsweise der renommierte Forscher und Epidemiologe Dr. Bonaventura Clotet sowie Forscher von der Harvard University und der Hospital Clínic, die zu Gesundheitsfragen forscht.

Während der Coronakrise hat SEAT sein Engagement weiter forciert und sich an verschiedenen Initiativen zur Bekämpfung des Virus beteiligt – beispielsweise durch die Produktion mechanischer Beatmungshilfen mithilfe von Autoteilen. SEAT war in Kooperation mit anderen Unternehmen außerdem an der Herstellung chirurgischer Gesichtsmasken beteiligt, für die Filter aus den Lackierkabinen im Werk Martorell zum Einsatz kamen. Beatmungshilfen und Masken wurden an Krankenhäuser, Ordnungskräfte und andere Organisationen verteilt.

Neue smarte Arbeitsmodelle

Mit dem Ziel, eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu erreichen, wird SEAT außerdem ab September ein neues Telearbeitsmodell namens Smart Work einführen. Dieses Hybridmodell bietet einen Mittelweg zwischen der Arbeit im Büro und flexibler Arbeit, die von jedem Ort aus möglich ist, um den Bedürfnissen der Mitarbeiter und des Unternehmens gleichermaßen gerecht zu werden.

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