“Von der Walhalla in den Gäuboden” 5.6.2014

5. Juni 2014
17:00

“Von der Walhalla in den Gäuboden” am Donnerstag, 5.6.2014, um 17:00 Uhr im Bayerischen Fernsehen

In Scharen steigen die Menschen die gewaltige Freitreppe zur Walhalla hinauf, in der Ludwig I. Christentum und Heidentum versöhnte. Mit dem Schiff geht es flussabwärts in den fruchtbaren Gäuboden mit seinen ausgedehnten Weizen- und Zuckerrübenfeldern.

In ihrem Film über den Donau-Abschnitt zwischen Regensburg und Deggendorf geht Gertraud Dinzinger der landwirtschaftlich geprägten Kulturgeschichte nach, die ihren Ausdruck findet sowohl in der Wallfahrt auf den Bogenberg wie in der Leidenschaft fürs Trabrennen oder in der Begeisterung zum Gäubodenfest.

Jahrhundertelang galt der Gäuboden als “Kornkammer Bayerns”. Der östlich von Regensburg gelegene Landstrich an der Donau ist eine ebene, undramatische, bäuerliche Gegend. Ihr markantester Punkt ist die Walhalla, ein Nationaldenkmal in Gestalt eines griechischen Tempels, eine maßstäblich exakte Architekturkopie des athenischen Parthenons. Der gewaltige Stufensockel wie der weite Innenraum sind jedoch einmalige Lösungen des Architekten Leo von Klenze.

Hoch erhoben durch 358 Stufen stehen die Büsten ausgewählter Geistesgrößen des deutschen Sprachraums. Über der Donau thront die Walhalla auf einem der Vorberge des Bayerischen Waldes. Hier wird vornehmlich Viehwirtschaft betrieben, während südlich der Donau Ackerbau vorherrscht. So scheidet also die Donau “Hörndl-Bauern” von “Körndl-Bauern”. Das Herz des Gäubodens ist die Stadt Straubing.

Hier feiert die ganze Region das Gäubodenfest, ein urbayerisches Volksfest. Hier steht der sog. “Dom des Gäubodens”, die Jakobskirche, eine wundervoll mystische und dennoch weiträumige Hallenkirche, geschaffen von Hans von Burghausen in spätgotischer Zeit. Hier geht man zum Trabrennen, denn die Traberzucht hat hier eine lange Geschichte.

“Von der Walhalla in den Gäuboden” am Donnerstag, 5.6.2014, um 17:00 Uhr im Bayerischen Fernsehen

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